Gespeichert unter: Leben
So viel kaputt, aber so vieles nicht. Und jede der Scherben spiegelt das Licht.
Ich wollte so viel.
Nichts da.
Neues Land, neue Sprache, neue Leute. Neues Ich?
Moving on or cutting off?
Waar ben ik mee bezig?
Kann noch lieben hoffen zärtlich sein. Will ich auch? Darf ich auch?
Sometimes I’m homesick. Sometimes I wish I’d never have to return at all.
Sometimes I love Dutch. Sometimes I never want to hear a word of it again.
Sometimes I’m tired of living on my own. Sometimes I enjoy my private chaos nobody sees.
Sometimes I want to call him and ask if he wants to meet up. Sometimes I can’t be bothered.
Sometimes I want to tear down all walls. Sometimes I just want to feel comfortable behind them.
Sometimes I want freedom. Sometimes I want security.
Sometimes I hate you. Sometimes … no, I don’t.
Most of the time, I like living.
Gespeichert unter: Leben
Manchmal verirrt sich doch der ein oder andere auf diesen Blog – und ich weiß immer noch nicht, was ich damit eigentlich will. Habe mich weder für eine Sprache (wie könnte ich?) noch für ein Thema entschieden. Hm. Advice welcome.
Zu einem Genderpost bin ich immer noch nicht gekommen. Irgendwann…
Ich sitze in meinem Wohnheimzimmer, inmitten von allem möglichen Zeugs, ich komme nicht zum Aufräumen. Außerdem wird der Gang renoviert, das heißt einen Monat Staubchaos und anschließend aus Brandschutzgründen absolutes Posterverbot. Schluchz. Ich werde mir vorkommen wie im Krankenhaus mit so leeren Türen.
Aber eigentlich bin ich sowieso nicht viel zuhause. Studium, diverse Aktionen und die Zeit dazwischen wird in der Uni oder in der Stadt überbrückt, weil es zum Wohnheim so weit ist und die Unicomputer schneller sind als meiner…
Ich lerne mehr Menschen kennen, breite mein „Netzwerk“ aus, auch wenn das so schrecklich nach Karrieretip klingt. Keine Sorge, es sind alles arme Weltverbesserer, die mir bestimmt nicht zu einem Spießerjob verhelfen.
Die Kneipentauglichkeit meines Niederländisch hat sich verbessert, glaube ich. Gestern (bzw. heute) konnte ich jedenfalls nach dem UMP-pubquiz noch bis nachts um 2 relativ problemlos Gespräche führen, trotz Hintergrundgeräuschen. Yay.
Übrigens bei der Gelegenheit eine schöne neue Kneipe entdeckt: Café Allicht, Hertogstraat 47, gemütliche Hippiekneipe mit lokalem Biobier und originellem Besitzer. Bierliebhabern sei das Samson empfohlen, gemütlich und immer voll. Nur keinen Espresso Macchiato bestellen, der kommt in Fingerhüten, wie S. letztes Wochenende enttäuscht feststellte. Auch toll und daher leider oft voll, vor allem am Wochenende, ist De Blauwe Hand: Eng, holzig-kerzig-gemütlich und einer der wenigen Orte, an denen man wirklich noch TEE bekommt, wenn man Tee bestellt und keine Pickwick-Auswahl. Und wo ich gerade bei Empfehlungen bin: De Notenkraker, ein Stand am Markt, bei dem es Nüsse und Trockenfrüchte in allen Varianten und relativ günstig gibt. Und gleich daneben ein Stand mit mediterranen Dips, Aufstrichen und ähnlichem. O-b-e-r-l-e-c-k-e-r. Vorbeigehen lohnt sich schon wegen der Probiertischchen.
Also, sollte irgendjemand sich zuuufällig erst auf diesen Blog und dann nach Nijmegen verirren…
Ich bin müde und werde mal lieber nicht weiter ins Blaue schreiben. Morgen 23 Uhr Party für Amnesty im Dollars!
Zum Schluss noch Zitate vom heutigen Loesje-Schreibabend:
„Ich mach mal so’n Kartoffelspruch!“
„Wenn ich Heimweh nach Berlin habe, geh ich beim Türken einkaufen.“
Und die ultimative Zusammenfassung: „Entweder du hast den Virus oder nicht.“ … „Denn DU bist Loesje!“
I totally get what they’re saying about one addiction leading to another.
I have been a Unilang addict for quite some time now and somebody on there told me about postcrossing. This sounded pleasingly like bookcrossing (which I have been addicted to for some time as well) and was indeed inspired by it. Postcrossing is a community that sucks you in by promising you a mailbox full of postcards from foreign countries. You write postcards to random members and get postcards from random members in return. It seems to be highly addictive. Sounds like fun, I have signed up and will send out my first postcards today.
Another, similar project is sendsomething, where ou can make strangers smile by sending them small nice things or just a letter or postcard. And of course hope that you will be sent something too.
The third and last site I want to mention is postsecret – very interesting!
(Can you tell I’m on holidays and have too much time on my hands?)
I’m gonna switch of the computer now and have some fun with my re-found snailmail addiction.
Gespeichert unter: Leben
Wie das so ist, wenn viel los ist, ist keine Zeit zum Bloggen, und wenn Zeit zum Bloggen ist, hat man nichts zu erzählen!
Diese Woche war unglaublich voll.
- Loesje-Schreibabend
- Valentins-Promo und Dateabend UMP
- Collecteweek Amnesty
- Roze Week
- morgen Party for Peace in Wageningen
Und natürlich Studium, nebenbei.
Loejse war wieder sehr lustig (habe keine Lust zu erklären, siehe Loesje-Website). Haben zur Abwechslung mal in Nijmegen statt Arnhem geschrieben, weil die meisten Deutschen sowieso hier wohnen. Coole Truppe. Hoffentlich bald wieder. Und ich glaube, ich habe mindestens einen plakatwürdigen Spruch fabriziert.
UMP, AI und Roze Week verdienen Extra-Posts.
Ich habe das erste Semester erfolgreich abgeschlossen und schlage mich jetzt mit neuen Fächern rum:
Tweede Taalverwervingsonderzoek (Zweitspracherwerbsforschung) – nicht viel Neues, aber entspannt und auf Englisch, mal was anderes.
Van Woord Tot Zin (Vom Wort zum Satz) – besteht aus einer Stunde Syntax und zwei Stunden „alles, was sonst nirgendwo reinpasst“. Ersteres ist interessant, aber ne große Gruppe (alle Sprachenstudenten!), sehr allgemein, sehr kurz, sehr unpersönlich. Vermisse die T&C-Werkcolleges.
Der zweistündige Mischmasch könnte von mir aus dafür auf eine Stunde gekürzt werden, ist nicht so wahnsinnig spannend bis jetzt. Vielleicht liegt’s an dem Geschichtenerzähleropadozenten, der immer irgendwann vergisst, worauf er hinauswollte vor lauter Anekdoten.
Ansonsten noch Programmeren (Programmieren, wer hätt’s gedacht) – erst so ein Hilfe!-Moment, aber es ist alles ganz häppchenweise aufbereitet und es gibt immer wieder Aha-Erlebnisse und Hochgefühl, wenn’s funktioniert. Oh, und es ist nützlich.
Und Informatieverwerking (Informationsverarbeitung) – der Nutzen dieses Faches ist mir noch nicht aufgegangen, was die langen langweiligen Aufträge nicht toller macht…
Ich fühle mich im neuen Zimmer wohl. Ja, Küche und Klo sind nicht das Wahre, aber ich habe Platz für mich. Ich mag es, morgens rauszugehen und mit dem Rad zur Uni zu fahren. Wenn nicht gerade Schneeregen ist. Es ist ziemlich kalt, aber immerhin heller. Es fängt erst um 6 an dunkel zu werden! Und morgens, wenn die Sonne scheint, kann man sich manchmal schon vorstellen, wie Frühling ist. Ich freu mich auf den Sommer!
Beginne mich in der Stadt mehr zuhause zu fühlen. Sie ist so klein, dass man schnell Bekannte trifft, vor allem in alternativen Gruppen. Zu meiner Überraschung finde ich das nicht blöd, sondern manchmal sehr angenehm. Man läuft sich immer mal über den Weg, auch wenn man sich nicht verabredet.
Um es mal mit George Harrison zu sagen:
Little darling, it’s been a long cold lonely winter… Here comes the sun.
Gespeichert unter: Leben
- eine warme Küche, in der Kochen Spaß macht
- nicht jeden Tag alleine essen
- ohne Jacke rausgehen können
- ein eigenes Klo
- nicht alleine und weit weg von allem fühlen
- den Mund aufmachen können ohne als Fremde erkannt zu werden
- einen Zeitumdreher. Oder Zukunftsgestalter.
- Frühling
Gespeichert unter: Leben | Schlagworte: Dutch, Liebe, liefde, Nederlands, Niederländisch
Het is gebeurd. Ik hoef er niet meer bang voor te zijn.
Ik heb mijn liefde verloren.
Maar ik ben er nog. En als ik even ophoud met denken kan ik soms zelfs ademen.
De afgelopen twee jaren voelen als een droom. Een van de soort waarna je helemaal gelukkig wakker wordt totdat je beseft dat het maar een droom was. Het duurt een tijdje voordat je je weer in de werkelijkheid kunt redden, maar uiteindelijk ga je toch naar school.
Ik weet dat het ooit een doodnormaal deel van mijn leven zal worden en ik er niet meer continu verdrietig over zal zijn, maar dat voelt nu nog heel. ver. weg.
Gespeichert unter: Babel, Leben | Schlagworte: Add new tag, languages, Sprachen
Eine neue Sprache lernen ist ein bisschen wie verliebt sein.
Mein momentaner Flirt heißt Tschechisch, eine dunkle Schönheit.
Englisch kenne ich schon gut, aber es überrascht mich immer mal wieder. Es ist selbstbewusst, kann sehr gefühlvoll sein, aber auch ganz schön rotzig. Englisch stört sich nicht an meinen Liebschaften, es hat selbst so viele Geliebte und weiß, dass ich es täglich brauche, für Musik, zum Denken, für Freunde in anderen Ländern.
Französisch… Ja, wir hatten mal was. War aber irgendwie nie so das Wahre. Ich habe ein paar Mal versucht, es irgendwie aufzuwärmen, aber mit „Et boum…“ und so war da nicht viel. Wir sind einfach zu verschieden für eine intensive Beziehung. Aber ich hoffe, dass eine gute Freundschaft schon drin ist.
Niederländisch. Ist eigentlich auch eine relativ neue Freundschaft, mit gelegentlichen Anzeichen von Verliebtheit. Und Vorfreude darauf, es besser kennenzulernen.
Mit Russisch hatte ich vor Ewigkeiten mal eine kurze Affäre, aber ich war irgendwie noch zu jung oder was weiß ich, das hat sich schnell verloren. Es hatte so ein ganz anderes Leben als ich. Ich hatte es schon fast vergessen. Aber wenn ich Tschechisch angucke, erinnere ich mich oft plötzlich an Russisch, da sind so viele Ähnlichkeiten. Tschechisch kann darüber lachen, es weiß um seine Schönheit. Dreht sich um und lächelt über meine Überraschung, dass es doch ganz anders ist.
Dann gab es da noch kleine Urlaubsflirts mit Italienisch und Schwedisch. Italienisch war mehr ein anerkennendes Nicken in der Eisschlange, für viel mehr hätte es wohl auch mit Zeit und Gelegenheit nicht gereicht. Aber Schwedisch, das waren schon ein paar intensive Blicke im Café mit dem unausgesprochenen Gedanken, einmal mit mehr Zeit zurückzukommen.
Einige exotische Schönheiten wie Persisch bewundere ich von Weitem, aber weiß, dass sie momentan nicht meine Liga sind. Vielleicht eines Tages…
Arabisch ist so jemand, von dem man weiß, dass es ein Arschloch ist, dass es einen zur Verzweiflung bringen würde, aber trotzdem (oder deswegen) ist es ziemlich attraktiv. Trotzdem (oder deswegen) ein Von-Weitem-Kandidat.
Dass ich Deutsch zuletzt nenne, sagt nichts über seine Wichtigkeit. Oder doch: Zu ihm habe ich die komplexeste Beziehung, vor deren Erklärung ich mich am längsten drücken wollte.
Meine Muttersprache.
Deutsch ist traurig. Wir haben noch nicht darüber gesprochen, aber es weiß, dass es andere gibt. Bisher war das okay, aber jetzt gehe ich weg, gebe einer anderen Sprache den Alltagsplatz.
Deutsch hat gemerkt, dass ich mich nicht gefreut habe, es in Tschechien auf Speisekarten und Schildern zu sehen, weil ich so verknallt in Tschechisch war. Das tut mir leid. Es ist wirklich so, dass ich es für zu selbstverständlich nehme, weil es vertraut ist, Abenteuer eher mit anderen erleben will.
Ich werde ihm sagen, dass es meine erste und wichtigste Sprache ist und bleibt. Dass ich stolz auf seine Grammatik und seine schönen Worte bin. (Ich glaube, es hat sich gefreut, wie schön ich Rilkes Alliterationen fand.) Ich hoffe, es weiß, dass es die Sprache ist, in der meine Kindheitserinnerungen sind und in der ich liebe.
Jede Sprache gibt mir etwas. Ich möchte ihnen die Aufmerksamkeit geben, die sie verdienen. In meiner Begeisterung über eine neue Verliebtheit nicht Worte der schon vertrauten Sprache vergessen.
Englisch kann darüber lachen. Deutsch ist schwer gekränkt, wenn ich Niederländisch in unsere Beziehung funken lasse. Bisher fand es das immer lustig, aber gerade ist es ein bisschen sensibel. Niederländisch hat mich gebeten, die Sache mit Tschechisch auf Eis zu legen und mir die Zeit zu nehmen, es gut kennenzulernen. Das ist okay, es hat Recht. Ich werde Tschechisch sagen, dass man sich immer zweimal im Leben sieht.
(August 2008)
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…das Gefühl hätte ich gerne wieder mal.
Aber das Leben gibt keinen aus. Es tut nur manchmal so und später, wenn man es gar nicht mehr erwartet, kommt es, präsentiert einem die Rechnung und will sein Geld zurück.
“ ‘Rahel,’ zei Ammu, ‘besef je wel wat je zojuist hebt gedaan?’
Bange ogen en een fonteintje keken Ammu aan.
‘Rustig maar. Niet bang zijn,’ zei Ammu. ‘Je hoeft alleen maar antwoord te geven. Nou?’
‘Wat?’ vroeg Rahel met het kleinste stemmetje dat ze had.
‘Besef je wat je zojuist hebt gedaan?’
Bange ogen en een fonteintje keken Ammu aan.
‘Weet je wat er gebeurt als je mensen kwetst?’ vroeg Ammu. ‘Als je mensen kwetst, gaan ze minder van je houden. Dat komt er van onbezonnen woorden,’ zei Ammu. ‘Mensen gaan er een beetje minder door van je houden.’
Een kille nachtvlinder met ongebruikelijk dikke achterlijfharen landde zachtjes op Rahels hart. Waar de ijskoude pootjes haar aanraakten, kreeg ze kippenvel. Zes kippenvelbobbeltjes op har onbezonnen hart.
Ammu hield een beetje minder van haar.
En toen de poort uit, de weg op links. De taxistandplaats. Een gekwetste moeder, een ex-non, een warm en een koud kind. Zes kippenvelbobbeltjes en een nachtvlinder.“
Arundhati Roy, „De God van Kleine Dingen“
Schon das zweite Zitat aus diesem Buch. Ich hatte es schon auf Deutsch gelesen und im Englischunterricht behandelt, aber jetzt gefällt es mir besser. Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt oder ob ich jetzt einfach „alt genug“ bin oder ob es einfach leichter ist, sich an Sprache, Metaphorik, Stilspielen zu freuen, wenn man nicht mehr in erster Linie damit beschäftigt ist, sich die vielen Namen zu merken und sich durch Vor- und Zurückblenden nicht verwirren zu lassen.
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem Kindheit so treffend gleichzeitig als unschuldig und faszinierend als auch als dunkel und beängstigend und rätselhaft geschildert wurde.
Ist alles letztendlich Verlust? Geht mit jeder neuer Erfahrung ein Stück „Kindlichkeit“ verloren oder hat „Kindlichkeit“ in Wirklichkeit wenig mit dem unbeschwerten Idealbild zu tun, das das Wort hervorruft und ist jeder Schritt weg vom Kindsein ein Schritt aus unwissender, ängstlicher Abhängigkeit heraus? Oder ist es wie immer Ein Bisschen Von Allem? (Um mal das tolle Stilmittel „regelunkonforme Großschreibung“ aus dem Buch zu übernehmen.)
Wo geht die Reise hin? Ist es eine Reise oder einfach nur sinnloses im Kreis laufen? Oder sinnloses Geradeauslaufen, immer auf den Abgrund zu, mit der einen oder anderen netten Blume unterwegs? Oder bin ich gerade einfach nur melancholisch?