when you wake up it’s a new morning


Culture of War
12. März 2009, 2:30
Gespeichert unter: Erlebt

Yesterday I had to make a difficult decision once again:  Taizé-prayer or an interesting debate? As usual, I chose the one-time thing – which is the reason why I haven’t been to the Taizé prayer since June, even if it is held twice a month.

Not going to the debate would have been better for my inner balance.

It consisted of a lecture of famous professor Martin van Creveld, a „leading expert on war and military strategy“ who talked about his book „Culture of War“, a reaction to it by prof.dr. Mient Jan Faber, an important peace activist and professor for Human Security in War Situations and Dr. Leon Wecke.

Prof. Creveld’s main point was that war was inherent to human nature and that war existed „because men love war and women love warriors“. He went on to say that a loss of culture could result in terrible things: a soulless world alike to Brave New World, „men without chests“ and, worst, feminism.
Because women should know their place, as is already written in the bible. And any organisation in which too many women work will go downhill, especially the military.

How „men without chests“ could be a bigger problem than innocent human beings being killed he did not say. Generally, his arguments were not very well-connected, he was jumping to conclusions (war results from human emotions, ergo to eliminate war we must eliminate emotions and we don’t want to do that) and everything was presented in poor English, shouted for emphasis.

The speakers on the side of pacifism convinced me anew that I prefer that line of thinking. They presented well thought-out arguments in a quiet manner, to which Mr. van Creveld responded: „Peace! Is! Boring!“

Later, the audience could ask questions. One guy asked whether Mr. Creveld didn’t think that his conclusions about human nature were influenced by his own fascination with war. Creveld: „This is not about me. This is about the truth. Why else would there be 200 people sitting here?“ – Because we didn’t know how much nonsense you were going to talk! Also, the man was radiating „meeeeeeee“ with every word he said.

He repeatedly stated that his intention was „to find the truth, as an academic“ and that he didn’t care what anybody thought of it. I asked if „as an acedemic“, he considered it „suitable to cite the bible and science-fiction books“ to undermine his arguments. His answer: „It depends on how you use these sources. If I used the bible to argue that the earth was made 5000 years ago, it would not be valid. But I don’t see any problem with the way I do it.“ Dear Mr. Creveld, how is citing that Eve was made of Adam’s rib and women are therefore inferiour any different than citing that the earth was made in 7 days?

It’s been a long time since I have heard anybody talk so much crap and I’ve never heard anybody presenting that kind of crap as academic „truth“ in such an arrogant matter.

Yes, maybe war is part of human nature. Maybe there will always be wars (and the way to prevent them is surely not to arm everybody with nuclear weapons, as Mr. Creveld suggests). I was hoping on new insights and a deeper discussion and this clown was a disappointment.

(I wanted to watch the film „Buddha collapsed out of shame“ afterwards to distract myself from my anger. The debate was held in LUX, a cinema/cultural center. Unfortunately, the movie wasn’t shown anymore. What an evening.)



Amnesty!
9. März 2009, 9:57
Gespeichert unter: Erlebt, Weltrettung

Gestern war Frauentag, einmal im Jahr, das muss man ja genießen, leider auf nem Sonntag, deswegen haben wir mit Amnesty alles aktionsmäßige schon letzten Donnerstag veranstaltet, nämlich:

- Rosen auf dem Campus austeilen
- Unterschriften für Frauenrechte in Kolumbien sammeln und Grußkarten an Frauenrechtlerinnen im Kongo schicken
- abends Benefizkonzert/-party

Ergebnisse:

- 629 Unterschriften
- 11 Interessenten für die Gruppe- viiieele positive Reaktionen
- 113€ „nebenbei“ bei der Party (ich sollte auch eine Wohltätigkeitsorganisation werden…)
- eine tolle Party :)

Ich bin immer noch neidisch auf die schicken roten Vrijheid-T-Shirts, die wir von Groep 217 geliehen hatten, aber anscheinend werden die nicht mehr vertrieben.

ein paar Bilder…

benefietconcertinternationalevro-26

moooooiii

sanneband1

Sanne&Band

wijdonkerhuuuh!



Over katten en honden
8. März 2009, 6:09
Gespeichert unter: Fundstücke

„Nare beesten.
Mensen denken dat katten bijzonder zijn, maar het zijn egoïstische, ijdele dieren. Ze kunnen niets en daar hebben zu een kunst van gemaakt. Geen dier heeft zo’n goede marketing als de poes.“

Uit „Mijn leven als hond“, Martin Bril

„Üble Tiere.
Menschen denken, dass Katzen etwas Besonderes sind, aber es sind egoistische, eitle Tiere. Sie können nichts und daraus haben sie eine Kunst gemacht. Kein Tier hat so gutes Marketing wie die Katze.“

Aus „Mein Leben als Hund“, Martin Bril

(Nein, keine Metapher und auch keine Anspielung. Einfach ein Zitat, dass ich interessant und witzig fand.)



dies und das und Nijmegen-Tips
5. März 2009, 12:08
Gespeichert unter: Leben

Manchmal verirrt sich doch der ein oder andere auf diesen Blog – und ich weiß immer noch nicht, was ich damit eigentlich will. Habe mich weder für eine Sprache (wie könnte ich?)  noch für ein Thema entschieden. Hm. Advice welcome.

Zu einem Genderpost bin ich immer noch nicht gekommen. Irgendwann…

Ich sitze in meinem Wohnheimzimmer, inmitten von allem möglichen Zeugs, ich komme nicht zum Aufräumen. Außerdem wird der Gang renoviert, das heißt einen Monat Staubchaos  und anschließend aus Brandschutzgründen absolutes Posterverbot. Schluchz. Ich werde mir vorkommen wie im Krankenhaus mit so leeren Türen.

Aber eigentlich bin ich sowieso nicht viel zuhause. Studium, diverse Aktionen und die Zeit dazwischen wird in der Uni oder in der Stadt überbrückt, weil es zum Wohnheim so weit ist und die Unicomputer schneller sind als meiner…

Ich lerne mehr Menschen kennen, breite mein „Netzwerk“ aus, auch wenn das so schrecklich nach Karrieretip klingt. Keine Sorge, es sind alles arme Weltverbesserer, die mir bestimmt nicht zu einem Spießerjob verhelfen. ;) Die Kneipentauglichkeit meines Niederländisch hat sich verbessert, glaube ich. Gestern (bzw. heute) konnte ich jedenfalls nach dem UMP-pubquiz noch bis nachts um 2 relativ problemlos Gespräche führen, trotz Hintergrundgeräuschen. Yay.

Übrigens bei der Gelegenheit eine schöne neue Kneipe entdeckt: Café Allicht, Hertogstraat 47, gemütliche Hippiekneipe mit lokalem Biobier und originellem Besitzer. Bierliebhabern sei das Samson empfohlen, gemütlich und immer voll. Nur keinen Espresso Macchiato bestellen, der kommt in Fingerhüten, wie S. letztes Wochenende enttäuscht feststellte. Auch toll und daher leider oft voll, vor allem am Wochenende, ist De Blauwe Hand: Eng, holzig-kerzig-gemütlich und einer der wenigen Orte, an denen man wirklich noch TEE bekommt, wenn man Tee bestellt und keine Pickwick-Auswahl. Und wo ich gerade bei Empfehlungen bin: De Notenkraker, ein Stand am Markt, bei dem es Nüsse und Trockenfrüchte in allen Varianten und relativ günstig gibt. Und gleich daneben ein Stand mit mediterranen Dips, Aufstrichen und ähnlichem. O-b-e-r-l-e-c-k-e-r. Vorbeigehen lohnt sich schon wegen der Probiertischchen.

Also, sollte irgendjemand sich zuuufällig erst auf diesen Blog und dann nach Nijmegen verirren… ;)

Ich bin müde und werde mal lieber nicht weiter ins Blaue schreiben. Morgen  23 Uhr Party für Amnesty im Dollars!

Zum Schluss noch Zitate vom heutigen Loesje-Schreibabend:

„Ich mach mal so’n Kartoffelspruch!“

„Wenn ich Heimweh nach Berlin habe, geh ich beim Türken einkaufen.“

Und die ultimative Zusammenfassung:  „Entweder du hast den Virus oder nicht.“ … „Denn DU bist Loesje!“